ZMYKO

Gruppenausstellung
Forum Stadtpark, Graz
2012
Kuratiert von Andreas Heller
Text und Eröffnungsrede: Ulrich Tragatschnig

K√ľnstlerInnen:
Gustav Zankl, Andrea Maria Krenn, Amy Yoes, Josef Adam Moser, Bernd Oppl.

Ausgehend von der k√ľnstlerischen Arbeit des, 1929 geborenen, "Forum Stadtpark" und "Junge Gruppe" Mitbegr√ľnders Gustav Zankl, soll eine generationen√ľbergreifende Gruppenausstellung um das √úberthema "Visuelle Forschung" und der damit verbundenen historischen Entwicklung entstehen.
Die Ausstellung soll Kunst als Wissenschafts-, Informations- und Kommunikationsmittel thematisieren, ebenso wie deren unterschiedliche Zug√§nge, Entwicklungen und √úberschneidungen durch j√ľngere Generationen von K√ľnstlerInnen vermitteln.

Gustav Zankl hat sich in seiner Produktion stilistisch dem in √Ėsterreich raren (dynamischen) Konstruktivismus verschrieben. Seine Bilder und Objekte sind Ergebnis eines intellektuellen Prozesses, der sich in sechs Jahrzehnten zu einer umfassenden Kunsttheorie verdichtet hat. Es ist f√ľr die Rezeption durch die BetrachterInnen nicht zwingend, diese Ordnungsstrukturen zu kennen, das manuelle Begreifen und m√∂gliche Ver√§ndern seiner Werke durch die BesucherInnen bzw. BesitzerInnen erleichtert das Verstehen und ist Bestandteil vieler Arbeiten von Zankl.

Die in New York lebende K√ľnstlerin Amy Yoes legt in ihren Videos durch die Temporalisierung der Wahrnehmung und die scheinbare Aufl√∂sung von Raumstrukturen einen Fokus auf die Dynamisierung b√ľhnenartiger Arrangements. Yoes leitet somit Konstruktion als solche, kunsthistorisch und r√§umlich, anders ab und bildet so ein Pendant zur Arbeitsweise von Gustav Zankl.

Die Arbeiten von Bernd Oppl besch√§ftigen sich mit real konstruiertem Raum als Architektur(model) und dem filmischen Raum als zus√§tzliche Perspektive und gleichzeitig neuem Raum. Die Kombination des filmischen und des realen Raumes wird zur Handlung und bleibt nicht l√§nger statisch. Gleichzeitig stellt sich die Frage, was der reale Raum sein kann. Das Spiel mit der Wahrnehmung, mit Architektur und dessen Abbild r√ľckt Bernd Oppl mit den Arbeiten seiner Serie "Point of View" in den Fokus.