Berlin, 2007

 


 
         

Dieses Haus trotzt Sturm und Wetter
steht fest seit aller Zeit.
O Mensch, du armer Fretter
Kennst du Zufriedenheit?
Voll Hast und Unruh, schnell im Trab
Mußt du rennen bis ins Grab.

 


 

"Wie sehr lach ich die Großen aus, die Blutvergießer, Helden, Prinzen,
denn mich beglückt ein kleines Haus,
sie nicht einmal Provinzen!
Wie wüten sie nicht gegen sich, die göttergleichen Herrn der Erden!
Doch: brauchen sie mehr Raum als ich, wenn sie begraben werden?"
Mozart

 


 
       

"Wenn Häuser weinen", München 2007

 


 
       

"Wenn Häuser weinen", Wien 2006

 


 

Heimlich hatte ich eine genaue Vorstellung von der Gestalt des Benedikt-Hauses.
Ich kannte die offene Veranda im ersten Stock, die auf die Straße ging, die Lage der
Fenster, die Art des Dachs, die Stufen, die zur Haustür hinaufführten, ich glaube,
daß ich kein anderes Haus der ganzen Umgegend so genau im Kopf trug, ich hätte es, immer ein schlechter Zeichner, sogar aufzeichnen können - aber ich sah nie hin.
Ich sah immer nach links, auf die andere Seite, und wann und bei welcher Gelegenheit ich mir die präzise Vorstellung davon verschafft hatte - bevor ich es betrat - wird mir ein Rätsel bleiben. Ich brauchte dieses Bild um es zu bannen.

Elias Canetti - Das Augenspiel

 


 
         

"Gespenst", 2006

 


 
       

"Gespenster", Wien, 2006

 


 
         

"Gespenst", 2006

 


 
         

found situation, 2006

 


 
         

found situation, "Der Rezeptionist", 2006

 


 
         

"Knochen", Foto: Klaus Taschler, 2006

 


 
       

 


 
         

 


 
         

"Wenn Häuser weinen", Krumau, CZ, 2007

 

In seinen tausend Honigwaben speichert der Raum verdichtete Zeit


 

 


 

"... Korridore und Treppen, die niergendwo hinführten und türlose Räume und Hallen, die von niemanden je zu betreten seien und deren ummauerte Leere das innerste Geheimnis sei aller sanktionierten Gewalt." W.G. Sebald, Austerlitz